Javed, ist ein kommunikativer, engagierter, immer gut aufgelegter (außer er hat Hunger!) junger Afghane, der sehr fein nähen kann.
Ich kenne ihn inzwischen seit ca. 2 Jahren. Zum ersten Mal sahen wir uns im Cafe der Kulturen, ein kultureller Treff in der Nachbarschaft Itzling. Inzwischen gehe ich nicht mehr hin, aber Javed und ich, sowie seine und meine gute Freunde, wir haben uns von erstem Augenblick an lieb gewonnen und sind bis heute Freunde.
Er ist ein Afghane und ich bin eine Indonesierin. Wir sind beide, Ausländer. Sind beide hier in Salzburg, Österreich nicht zuhause. Wir werden beide wahrscheinlich recht lang brauchen, die Kultur, Gang und Gäbe in Salzburg zu verstehen und zu akzeptieren.
Ich komme aus Jakarta, wo alles erlaubt und möglich ist. Fast! ;) Und er aus der Kleinstadt in Afghanistan, wo Vieles kaum erlaubt und möglich ist. Ich passe mich an, an die hier herrschende sozial-gesellschaftliche Ordnung der Kleingeistigen. Javed lernt, mit der für ihn scheinbar unbegrenzter Freiheit umzugehen. Dieser Hintergrund macht uns ähnlich und verbindet uns. In einer Art und Weise.
Wir treffen uns ab und zu. Mit dem Alibi, "zum Lernen". Er macht nämlich den Hauptschulabschluss! Wir lernen auch. Je nach unserer Laune. Oft ist es aus dem "Heute lernen wir wirklich, OK!?!" eine super interessante Diskussionsrunde beim Kaffee und Essen. Er muss ja bei der Laune gehalten werden ;) Wir diskutieren. Er kann diskutieren! Er ist immer interessiert und kritisch und neugierig. Er stellt fragen. Er erzählt. Er lacht. Er macht lustige Grimassen, wenn der Kaffee aus ist. Er schaut kritisch, wenn es zum Essen bei der Diskussionsrunde nur Nudeln mit Gemüse gibt und wundert sich, dass es doch ganz OK schmeckt.
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| Der Javed am Werken! |
